Ungereimtheiten bei der U5-Haltestellensuche in Barmbek-Nord

UPDATE 01.02.2017: Im Leitartikel „Front gegen U5-Pläne“ im heutigen Wochenblatt nimmt die Hochbahn Stellung zu unserer Kritik. Einige Fakten werden im Artikel zwar diskussionswürdig dargestellt, aber „wir sind ja noch ganz am Anfang“. Für Herrn Boneß von der Hochbahn lautet das Fazit: „Eigentlich wollen wir doch alle das gleiche: die bestmögliche Lösung für den Stadtteil finden.“ In diesem Punkt sind wir uns einig. Schade, dass nur über die Presse eine Resonanz zu erreichen ist. 

Nachdem sich in Barmbek-Nord massiver Widerstand gegen die geplante U5-Haltestelle in der engen Wohnstraße Hartzloh formierte, lenkte die Hochbahn im Rahmen der Bürgerbeteiligung ein und versprach eine ergebnisoffene Prüfung von insgesamt 12 Haltestellenlagen.

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Hamburg.de – Hartzloh steht fest und Kostenschätzung liegt vor

UPDATE 15.01.2017: Das Hamburger Abendblatt berichtete am 13.01.2017 darüber, dass Rot-Grün das Tempo bei der U5 Planung erhöhen will – im Westen Hamburgs sollen nur noch drei von bislang sieben Trassen geprüft werden. Interessant ist die dazugehörige Grafik: Für Barmbek-Nord ist eine unbenannte Haltestelle eingezeichnet anstelle des Hartzloh. Die Position liegt auch nicht mehr an der Fuhlsbüttler Straße, sondern etwa bei der Variante Rungestraße – dort ist seit den 60er Jahren bereits eine U-Bahn-Station im Flächennutzungsplan vorgesehen. Als Quelle für die Grafik wird die Hochbahn angegeben. Zum ersten Mal seit einem Jahr wird in der Presse nicht mehr der Hartzloh als „gesetzte“ Station angegeben. Das ist bemerkenswert.

UPDATE 13.01.2017: Das Hamburg Journal berichtete gestern von den U5-Plänen des rot-grünen Senats. Auch in diesem Bericht kein Hinweis auf eine ergebnisoffene Prüfung alternativer Haltestellenlagen in Barmbek-Nord – die eingeblendete Karte zeigt weiterhin die Wunschstrecke des Senats als Stand der Dinge. 

UPDATE 11.01.2017: Das Wochenblatt berichtet heute, dass ab morgen weitere Probebohrungen geplant sind. Da von den fünf noch geprüften Varianten nur die Rümkerstraße eine andere Streckenführung benötigt, dürften entlang dieser Trasse die Bohrstellen liegen. Spannend bleibt die Frage, ob die Hochbahn die Trasse für eine mögliche Station Rümkerstraße wirklich auf dem kürzesten Weg quer durch das Quartier21 Richtung Rübenkamp plant, wie am 14.12.2016 vorgestellt. Nicht, dass sich dort auch noch eine Bürgerinitiative bildet…

Es ist schon bemerkenswert, was man auf der offiziellen Homepage der Stadt Hamburg auf www.hamburg.de/u5/ lesen kann!

Im Gegensatz zu der Haltestellenlage in Steilshoop herrscht in Barmbek-Nord also Klarheit bzgl. der Trassenführung und Haltestellenlagen? Haben wir etwas verpasst?

„Mehr Klarheit gibt es auf dem weiteren Weg der Trasse, die über die Straße Hartzloh und den Rübenkamp in Barmbek-Nord bis zur schon bestehenden U1-Haltestelle Sengelmannstraße führt. Die vorläufige Endstation soll der New-York-Ring in der City Nord sein. Fest steht auch, dass die neue Haltestelle am Rübenkamp mit dem bestehenden S-Bahnhof verbunden wird.“

Interessant auch, dass die Hochbahn nun doch Kostenschätzungen herausgibt – die sollten doch frühestens in einem Jahr vorliegen?

„Die Baukosten für den Teilabschnitt schätzt die Hochbahn auf mindestens 600 Millionen Euro.“

Diese Kostenschätzung existiert nun offiziell, während die Hochbahn diesbezüglich bislang gemauert hat (nach mehreren Anfragen zu dem „voraussichtlichen Kostenrahmen“ der untersuchten Varianten, auf den in der Machbarkeitsuntersuchung verwiesen wird: Antwort der Hochbahn vom 7. November 2016):

„Über die Erstellung eines Kostenvergleichs verschiedener Varianten der U5 Ost wird erst dann entschieden, wenn sich herausstellt, dass die Kosten für einen Variantenvergleich entscheidungserheblich sein können. Ein Kostenrahmen für die Gesamtmaßnahme kann erst dann erstellt werden, wenn feststeht, welche Variante zur Planfeststellung beantragt werden soll. Wie Sie wissen, ist für den Stadtteil Barmbek-Nord die Variantenuntersuchung der Haltestellenlagen noch nicht abgeschlossen.

Daher können wir Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kostenrahmen nennen, da es diesen schlichtweg noch nicht gibt.“

Die Glaubwürdigkeit der Hochbahn ist komplett verlorengegangen.

Neujahrsgruß

Liebe Freunde unseres lebenswerten Hartzloh-Viertels!

Wir wünschen allen einen guten und gesunden Start ins neue Jahr 2017!

Seid guten Mutes, bleibt tapfer wie bisher in Eurem Einsatz für ein lebenswertes Barmbek.

Einen besonderen Neujahrsgruß hat unser Bürgermeister Herr Scholz von einer unserer Mitstreiterinnen bei seinem Neujahrsempfang im Rathaus erhalten.

Sie hat ihm persönlich unseren Neujahrsgruß und gleichzeitig unser Anliegen unterbreitet, gefilmt vom NDR. Mopo und Bildzeitung waren auch anwesend und sind aufmerksam geworden.

Der gestrige Beitrag im Hamburg Journal ist hier nochmal anzuschauen. Ein großes Dankeschön geht an unsere mutige Barmbekerin!

Nächstes BI-Treffen – bitte nicht vergessen! – Donnerstag, 12. Januar, 19 Uhr im Gemeindesaal der Kirche St. Gabriel.