Hallo liebe Leute der BI Lebenswerter Hartzloh, liebe Nachbarschaft im Hartzlohviertel

Ein ereignisreiches Jahr liegt nun hinter uns und nimmt mit der nun feststehenden U5-Haltestelle Nordheimstraße und der Nordvariante ein positives Ende, was vor nicht all zu langer Zeit kaum jemand erwarten konnte.

Viele von uns haben fair gestritten, um für Mensch und Umwelt eine vernünftige Lösung zu erhalten.

Die unzähligen Briefe, die geleistete Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die vielen Gespräche mit den Wochenmarkthändlern und den Marktbesuchern haben es erst ermöglicht, eine öffentliche Wahrnehmung im Stadtteil zu erzielen. Die Liste ließe sich noch unendlich weiterführen.

Kurz um DANKE an alle, die sich für die vernünftige Lösung eingesetzt haben und die Nerven und Mut hatten, mit viel Engagement – mal laut, mal leise – den Sinn bzw. Unsinn der Haltestellenlage zu verdeutlichen. Es haben die Anwohner deutlich gezeigt, dass es möglich ist, etwas Negatives ins Positive zu kehren. Dies trotz der heftigen Gegenwehr von so einigen Bezirksabgeordneten, die sich nicht zu schade waren, Anträge gegen die Nordvariante zu verfassen, und selber die entsprechenden Veranstaltungen der Hochbahn oder Sitzungen der Bürgerinitiative und damit auch die direkte Aussprache mit den Anwohnern vermieden und sich so versuchten, der wichtigen Fragen der Anwohnerschaft zu entziehen. Die Kritik an diesem Weg gelangte DANK der Zivilcourage von Leuten aus der BI sehr wohl an die Öffentlichkeit und wurde im Stadtteil bekannt.

Trotz all dem Ärger haben die Anwohner zeigen können, dass es möglich ist, demokratisch und fair in Form einer sachlichen Beteiligung positiv zu beeinflussen, was zuvor schwer möglich schien.

Der Glaube an etwas kann ja bekanntlich Berge versetzen.
Anwohner schaffen dies mit der festgesetzten U5-Linienführung.

(Auch wenn dies mit neuen nicht zu erwartenden Umsteigezahlen am Rübenkamp durch die Untersuchung der Hochbahn beflügelt werden konnte.)

In diesem Sinn wünsche ich ALLEN ein hoffnungsvolles und friedliches 2018!

Klaus Herrmann

Die U5 wird zur Schnell-Bahn

Foto: Hochbahn, Tweet der Hochbahn

Gestern wählte der U5-Lenkungskreis die kürzere und direktere Nordvariante für die weitere Planung der U5 aus, die umstrittene „Barmbeker Beule“ ist damit vom Tisch. Die kurvenreiche Südvariante hätte zwar einen komplizierten Umstieg zur S-Bahn am Rübenkamp ermöglicht, aber auch die Baukosten für den ersten Bauabschnitt der U5 um fast 50% in die Höhe getrieben. Die geradlinige Streckenführung bedeutet einen täglichen Zeitgewinn für die Menschen in Bramfeld und Steilshoop und senkt Bauzeit und Unterhaltskosten der U5 erheblich. Durch eine Haltestelle in der Nordheimstraße werden laut Hochbahn mehr Menschen erreicht als mit der ursprünglich geplanten Haltestelle im Hartzloh.

Der aktuelle Planungsstand der U5 von Bramfeld bis zum Hauptbahnhof sieht weniger Haltestellen vor, die nun alle unter breiten Straßen oder Freiflächen geplant werden, mit einem Streckenverlauf möglichst unter großen Straßen. Die Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh begrüßt diese Planung, die nicht nur den größten Schutz von Mensch und Umwelt zu ermöglichen, sondern auch das beste Nutzen/Kosten-Verhältnis aufzuweisen scheint. „Wir freuen uns für die Menschen in Bramfeld und Steilshoop, für die endlich eine wirkliche Schnell-Bahn-Verbindung in die Innenstadt möglich wird“, so Robert Lindenau, Sprecher der Initiative. „Die jetzt eingesparten Kosten eröffnen der Hochbahn ganz neue Möglichkeiten, z.B. im Bereich des Schall- und Vibrationsschutzes. Wir werden die Planung weiter konstruktiv begleiten und hoffen auf eine weitere Verbesserung der Bürgerbeteiligung. Die U5 ist ein Jahrhundertprojekt für ganz Hamburg – durch weitere Optimierung kann es ein Vorzeigeobjekt werden. Der Wille dazu ist sicher vorhanden.

Ich wünsche uns allen ein friedliches Weihnachtsfest.“

Hochbahn empfiehlt U5-Nordvariante

Infoblatt der BI zur Haltestelle Hartzlohplatz, das wir auf der Veranstaltung am 13.12.2017 verteilt haben. Bitte anklicken zum lesen.

Die heutige Hochbahn-Veranstaltung war gut besucht, es gab kaum noch freie Plätze. Nach einer Präsentation des aktuellen Planungsstands und einer Vorstellung der Nordvariante kam die erhoffte Stellungnahme:

Die Hochbahn wird dem Lenkungskreis die weitere Planung der Nordvariante mit einer Haltestelle in der Nordheimstraße empfehlen!

Am 21. Dezember wird der Lenkungskreis auf Grundlage dieser Empfehlung eine Entscheidung treffen.

Nachfolgend kam es zu einer sehr motivierten und fundierten Fragestunde, deren Erkenntnisse ebenfalls in die Entscheidungsfindung einfließen sollen. Das Stimmungsbild war nach wie vor geprägt von Unverständnis, warum eine Haltestelle mitten in einer Wohngegend gut für Barmbek-Nord und die Anwohner sein soll. Der Baudezernent Herr Dr. Bigdon war erneut vor Ort als Vertreter des Bezirks, und nannte inoffizielle Bebauungspläne entlang der Fuhle, die von einer Haltestelle an dieser Stelle profitieren würden. Details wollte er jedoch nicht nennen, da die Eigentümer noch gar nichts von den Plänen der Baubehörde wüssten. Von politischer Seite waren Vertreter von der Linken und den Piraten vor Ort, die Grünen und die FDP glänzten erneut durch Abwesenheit.

Herr Wendt meldete sich auf Nachfrage aus dem Publikum und gab sich als SPD-Politiker zu erkennen, allerdings nicht als offizieller Vertreter des Bezirks. Verstärkung hatte er in Form von zwei SPD-Nachwuchspolitikern mitgebracht, die inkognito von den Seiten her versuchten, Stimmung für die Südvariante zu machen. Eigene Argumente konnten sie zwar nicht vorbringen, setzten aber mit Allgemeinplätzen die von der Bezirks-SPD vorgegebene Strategie des inhaltslosen Forderns fort. Wir wünschen den beiden jungen Menschen wirklich alles Gute auf ihrem weiteren politischen Karriereweg.

Einen herzlichen Dank an die vielen Menschen, die sich heute wieder mit fundierten und sachlichen Argumenten, aber nicht emotionslos, für den Erhalt eines erhaltenswerten Viertels eingesetzt haben!

Als Fazit lässt sich festhalten, dass selbst nach über einem Jahr keine fundierten Gründe vorliegen, die für eine Haltestelle im Hartzloh-Viertel sprechen. Im Gegensatz dazu steht für die Hochbahn jetzt schon fest:

Die Alternative Nordheimstraße erhöht die Wirtschaftlichkeit der Gesamt-U5!

Lediglich der Autoverkehr muss dort bauzeitlich mit Einschränkungen rechnen. Für einen sinnvollen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sollte das kein zu großes Opfer sein.

Wunschzettel zu Weihnachten: Bitte einen Sieg der Vernunft. Und ein friedliches Fest. Danke. 🙂

Nutzen der U5 in Barmbek-Nord weiterhin fraglich

Beim gestrigen BI Treffen informierten Herr Ernst, Herr Boneß und Herr Hinrichsen von der Hochbahn im bereits vorweihnachtlich dekorierten Gemeindesaal über den aktuellen Planungsstand in Sachen U5 Barmbek Nord. Danke an alle Anwesenden, dass sie die Emotionen nicht hochkochen ließen, so dass ein konstruktiver Dialog möglich war.

Alle Fragen zu den Kriterien und Gründen, die zur Vorentscheidung für den Hartzlohplatz bei der Südvariante geführt haben, sollen erst auf der Infoveranstaltung der Hochbahn am 13. Dezember bekanntgegeben werden. Das von SPD und Grünen und der Hochbahn gesteckte „städtebauliche Ziel“ haben die Hochbahner auch gestern nicht mit Inhalt gefüllt. Schade!

Fest steht: Die Nordvariante ist wesentlich schneller, kürzer und preiswerter. Die Südvariante hängt nur von der Entscheidung ab, ob es einen nur teuer und unbequem zu ermöglichenden Umsteigepunkt von der U5 zur S1 am Rübenkamp geben soll oder nicht. Ohne diese Station ist die Barmbeker Beule sinnlos. Da die errechneten Umsteigezahlen deutlich hinter den erhofften Zahlen zurückbleiben, ist dieses aus unserer Sicht der Fall. Wenn sich die Politik dennoch für diese Variante entscheidet, so halten wir dieses für eine Verschwendung von Steuergeldern und eine Entscheidung aus persönlicher Willkür. Das hat dann nichts mehr mit der Findung einer optimalen Haltestelle für Barmbek-Nord aus verkehrlichen Gesichtspunkten zu tun.

Die Presseinformation der Hochbahn lässt erkennen, dass es sich bei der Variante „Hartzlohplatz“ um eine politische handelt: „Gleichzeitig können die städtebaulichen Ziele mit dieser Haltestellenlage gut erfüllt werden.“ Auf dem Blog der Hochbahn geht man sogar so weit zu schreiben: „Das entscheidende Kriterium: Welche Haltestelle schafft den größten Nutzen für Barmbek-Nord.“ Beides sind unbegründete bezirkspolitische Gründe.

Barmbek-Nord war niemals erklärtes Ziel der U5. Weil der Rübenkamp nur mit der Barmbeker Beule angefahren werden kann, kam überhaupt eine Haltestelle in Barmbek-Nord in Betracht. Wenn unsere Bezirkspolitiker diese nun einfordern, sollen sie bitte auch begründen, warum diese teure Lösung für Barmbek-Nord so wichtig ist. Doch dazu schweigen sie stille. Die Gründe der Politiker sind also nicht für die Ohren der Bürger bestimmt.

Hartzlohplatz wäre nun die einzige Station der U5 von Bramfeld bis zum Hauptbahnhof, deren Sinn für die Anwohner sehr zweifelhaft ist, deren Bau in einer gewachsenen Wohngegend nicht nur die Anwohner stark belastet, sondern auch unwiderruflich wertvollen Baumbestand vernichtet und für die der Denkmalschutz für den Hartzlohplatz zuerst aufgehoben werden muss. Ungeklärt ist bisher, wie die jahrelangen Baustellenverkehre abgewickelt werden sollen, wo die benötigte sehr große Baustelleneinrichtungsfläche entstehen soll, und welcher Oberflächenzustand schließlich erreicht werden soll. Sinnvoll wäre ein Leitsystem, um Ortsfremde von und zu der versteckt gelegenen Station zu führen.

Wir erwarten, dass die geplante Veranstaltung nachvollziehbare Argumente und Antworten auf die vielen offenen Fragen liefern wird. Der Bezirk Nord hat diesmal endlich auch Senatsvertreter zur Anwesenheit aufgefordert!

Wir fordern, dass unsere politischen Vertreter von SPD und Grünen im Bezirk diesmal vor Ort in offizieller Mission anwesend sind. Auf dem Weg zur Helmuth Hübener Schule können sie sich dann gleich ein eigenes Bild von der gewünschten Haltestellenlage in Barmbek-Nord machen. Vielleicht sorgt das bei einigen für einen Aha-Effekt.