SPD und Grüne fordern Rückkehr der „Barmbeker Beule“

SPD und Grüne haben am Dienstag im Hauptausschuss des Bezirks den Antrag zur Forderung einer Südvariante der U5 in Barmbek beschlossen, trotz Veto der Linken. Politischer Trick: Der erste Antrag ohne Beschluss wurde durch einen zweiten fast wortidentischen Antrag ersetzt und das Veto mit Bezug auf die Geschäftsordnung abgelehnt. Dieser Beschluss soll tatsächlich als „Meinung“ von Barmbek-Nord in die nächste Sitzung des U5-Lenkungskreises eingebracht werden. Der Bezirk will die Südvariante politisch durchdrücken am Bürgerwillen vorbei. Die FDP spricht sich immer noch für eine Station im Hartzloh aus. Keiner der Politiker hat sich bisher im Stadtteil blicken lassen und das Gespräch mit den Bürgern vor Ort gesucht. Hat einer der Herren und Damen je mit der Bevölkerung in Richtung Nordheimstraße gesprochen? Garantiert nein. Obwohl alles zum Bezirk Nord gehört!

Das ist skandalös. SPD, Grüne und auch die FDP sind damit komplett unwählbar und unglaubwürdig geworden. Wenn es ihnen um die Menschen und die Umwelt gegangen wäre, dann hätten die Lokalpolitiker von SPD und Grünen einen Eil-Antrag gestellt, dass möglichst unter großen Straßen weit weg von der Wohnbebauung und auf technisch höchstem Niveau menschen- und umweltschonend gebaut wird! Das ist eine nachvollziehbare Empfehlung an die Planer! Aber nein, die führenden Lokalpolitiker wollen gerne mindestens 200 Millionen Euro dafür ausgeben, dass unser kleiner REWE-Markt angeschlossen, dafür ein Riesenschlenker unter uns gebuddelt, und unser schöner Hartzloh-Markt geopfert wird. Hammer. Das geht gar nicht. Wo sind die Argumente und Fakten dieser Politiker? Wann werden wir Menschen mitgenommen? Mit solchen politischen Tricksereien jedenfalls nicht!

Übrigens:

  • Herr Domres hat sich bis heute nicht zum offenen Brief der Bürgerinitiative geäussert.
  • Auf eine Reaktion zu unserem Faktencheck vom 20. September 2016 (!) von den genannten Politikern warten wir noch heute.
  • Bei keiner bisherigen öffentlichen Bürgerveranstaltung waren offizielle Vertreter vor Ort – trotz Einladung.
  • Keine Einladung zu einer unserer Versammlungen der Bürgerinitiative wurde angenommen.

Diese „Bürgernähe“ ist schockt.

Wir als Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh setzen uns für eine menschen- und umweltschonende Umsetzung der U5 in Barmbek Nord ein. Vorschläge einer Planung rund um den Langenfort mit deutlich mehr Frei- und jungen Grünflächen wurden mit zu hohen Kosten wegen des „Umweges“ sehr schnell von den Planern abgelehnt. Wir sind gespannt darauf, welche sachlichen Fakten für eine Anbindung über die Südvariante rund um den Hartzloh sprechen, die Mehrinvestitionen in 200-Millionen-Euro-Höhe rechtfertigen, wenn der Rübenkamp als Haltepunkt wegfällt.

Machen Sie sich schlau! Wir haben seit 2 Jahren Fakten gesammelt, die Sie hier auf unserer Homepage wiederfinden. Schauen Sie sich unsere Petition im Internet an. Diese fasst zusammen, was uns hier wichtig und lebenswert ist.

Lassen Sie nicht zu, dass politische Tricksereien am Bürgerwillen vorbei Erfolg haben.

Werden Sie aktiv!

U5 wird zum Politikum:
SPD und Grüne torpedieren die Planung der Hochbahn per Eilantrag

Am 14. Juli hat die Hochbahn die Erweiterung der U5-Planung um eine Nordvariante bekanntgegeben. Unsere politischen Vertreter haben jedoch ein unergründliches Interesse an einer Haltestelle im Bereich Hartzloh und sehen angesichts einer viel kürzeren, schnelleren und 200 Millionen Euro billigeren Nordvariante ihre Felle wegschwimmen.

Die rot-grünen „Planungsexperten“ stellen fest: Eine Haltestelle in der Nordheimstraße sei „keine angemessene Erschließung Barmbek-Nords“.

Woher kommt dieses Wissen? Die Hochbahn prüft seit Juli eine mögliche Trassenführung und Haltestellenlage im Bereich der Nordheimstraße. Hier ist noch alles offen. Es liegen bisher keine Informationen der Hochbahn vor. Probebohrungen fanden gerade erst statt. Die Nordheimstraße liegt unweit der ursprünglich geplanten Haltestelle Elligersweg.

Es wird deutlich: Den Regionalpolitikern geht es nicht um eine für Barmbek, Steilshoop, Bramfeld und auch Ohlsdorf optimale menschen- und umweltfreundliche Planung der U5 Haltestelle im Raum Barmbek. Ihnen geht es nicht um die Zielsetzung einer hohen Neuerschliessung – auch im Hinblick auf zukünftigen Wohnungsbau. SPD und Grüne denken nicht an die Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit der Linienführung der U5 im nördlichen Bereich.

Ein Jahr lang war Schweigen der beiden Parteien im Stadtteil zu vernehmen. Und jetzt auf einmal dieses politische Interesse und hektischer Aktionismus?! Warum wollen Regionalpolitiker der SPD und Grünen demagogisch an den Bürgern vorbei ihre eigenen Interessen durchsetzen? Was sind die wirklichen Beweggründe?

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SPD und Grüne torpedieren die Planung der Hochbahn per Eilantrag“
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U5-Nordvariante: Schneller, kürzer, preiswerter?

Nachdem die Hochbahn am 14. Juli 2017 die Untersuchung einer kürzeren U5-Nordvariante bekanntgegeben hat, erscheint die bisher untersuchte Südvariante in einem neuen Licht: Allein der mehr als einen Kilometer lange Umweg nach Süden bedeutet nicht nur enorme Mehrkosten von etwa 200 Millionen Euro beim Bau der U5, sondern auch eine tägliche Fahrzeitverlängerung und deutlich höhere Unterhaltskosten. Bedacht werden muss bei allen individuellen Wünschen, dass die Förderfähigkeit der U5 – und damit die Realisierung des gesamten Projekts – mit Einsparungen in dieser Größenordnung stehen und fallen kann.

Im Moment hält die Hochbahn eine Station in der Nordheimstraße für möglich. Platz zum bauen und Anschluss an die Buslinien ist dort augenscheinlich reichlich vorhanden, die Neuerschließungszahlen dürften auf ähnlichem Niveau liegen wie weiter südlich. Eine U5-Haltestelle an dieser Stelle wird eine Aufwertung für diesen Teil Bambek-Nords bedeuten und eine Wohnungsbau-Offensive auf den bestehenden Freiflächen nach sich ziehen. Der Wohnungsbau an Magistralen ist zur Zeit ein großes Thema in Hamburg, hier ist sehr viel Entwicklungspotential vorhanden.

Da dem Hartzloh aufgrund des extrem engen Straßenquerschnitts nur noch geringe Realisierungschancen bescheinigt werden, entfällt die bisherige Vorzugsvariante im Süden. Die Hochbahn prüft nun, ob eine der verbliebenen Alternativen den Luxuszuschlag im Vergleich zur Nordheimstraße wert sein könnte. Die endgültige Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen, alle bisherigen Varianten sind weiterhin im Rennen.

U5-Nordvariante: Schneller, kürzer, preiswerter? | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL)

Das Schweigen im Walde

Wir haben jetzt Ende Mai 2017.

Was haben wir, betroffene BürgerInnen im Hartzloh-Viertel, in den letzten Monaten (seit Mitte Februar 2017!) von der Hochbahn und den behördlich und politisch Projektverantwortlichen vernommen?

Nichts oder nichtssagende Aussagen („zum jetzigen Zeitpunkt der Planung können wir noch nichts sagen“ ….)

Welche Fragen wurden seit Mitte Februar 2017 von der Hochbahn und den behördlich und politisch Projektverantwortlichen beantwortet?

Keine!

Was bedeutet für die Hochbahn und die behördlich und politisch Projektverantwortlichen „Bürgerbeteiligung“?

Schweigen!

Damit müssen wir leben, wir werden dieses aber garantiert nicht hinnehmen!

 

Offener Brief
Bürgerbeteiligung trägt Früchte, nun herrscht Schweigen?

Sehr geehrter Herr Scholz, sehr geehrter Herr Falk, sehr geehrter Herr Rieckhof,

die Bürger erwarten bei der Planung der U5 eine Prüfung wirklicher Alternativen. Viele Vorschläge wurden im Rahmen der Bürgerbeteiligung und über den Rahmen hinaus erarbeitet. Der Wille einer Berücksichtigung in der Planung ist nicht erkennbar, die aktuelle Situation erinnert an das berühmte „Aussitzen“. Haben Sie so viel Angst vor dem gesunden Menschenverstand Ihrer Bürger, dass Sie jetzt nur noch schweigen können?

Die Festlegung auf das gewählte Bauverfahren war voreilig, die als Begründung genannten Kostenvorteile beruhen auf Schätzungen (bis heute ohne Grundlage!), ein Vergleich mit erprobten Bauverfahren wie z.B. Twin-Level (Barcelona) fehlt.

Der willkürliche Ausschluss sinnvoller Haltestellenlagen in Barmbek-Nord (Beispiel: Langenfort) ist nicht vermittelbar und stellt das gesamte statistische Bewertungsverfahren in Frage!

Was ist mit anderen denkbaren Optionen? Nachvollziehbare Stellungnahmen zu ernstzunehmenden Alternativvorschlägen von BürgerInnen aus dem Hartzloh-Viertel stehen nach wie vor aus.

Angesichts der teilweise existenzbedrohenden Planung der U5 beteiligen sich die Bürger, engagiert und frühzeitig, so wie es vom Senat befürwortet wird. Anstatt dieses Engagement zu schätzen und Synergieeffekte für eine bessere Planung zu nutzen, werden kritische Informationen zurückgehalten, Alternativlosigkeit suggeriert und Risiken verharmlosend dargestellt. Nun Schweigen.

Warum?

Mit freundlichen Grüßen
Claudia und Robert Lindenau

Unser BI Treffen am 27.04.2017
Fazit: Liebe Hochbahn, liebe Politiker – So nicht!

Es war wieder ein sehr spannender und produktiver Abend mit mehr als 40 BarmbekerInnen, die sich für unseren lebenswerten Stadtteil stark machen!

Vielen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz!

An diesem Abend haben wir viele neue Projekte beschlossen, die wir nun in die Tat umsetzen werden. Freut Euch auf spannende Monate im Einsatz für unseren Kiez! 🙂

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Fazit: Liebe Hochbahn, liebe Politiker – So nicht!“
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Barmbek-Nord von oben, oder: Der gesunde Menschenverstand spricht – Teil 1

Barmbek von oben (1): „Abschichtung“ Langenfort

Der gesunde Menschenverstand ist oft sehr hilfreich, wenn es um die Beurteilung von Projekten geht und die Überlegung, was zu tun ist. Auch bei der Betrachtung der bisherigen Planung der Trassierung und Haltestellenlagen der U5 hilft er ungemein weiter, der Blick „von oben“ auf das Projekt.

Man sieht sofort: Eine „Abschichtung“ der Stationen Langenfort ist nicht zu rechtfertigen, auch nicht mit den schönsten Statistiken. „Barmbek-Nord von oben, oder: Der gesunde Menschenverstand spricht – Teil 1“ weiterlesen

Hochbahn-Veranstaltung am 18.02.2017: Licht und Schatten

Update 24.02.2017: Links  hinzugefügt, Text präzisiert.
Update 21.02.2017: Zwei Bilder hinzugefügt, Text präzisiert.

Hochbahn Veranstaltung am 18.02.2017: Ein eigens angefertigtes stadtplanerisches Modell soll den Bürgern helfen, die Vor- und Nachteile der fünf noch in der Prüfung befindlichen Haltestellen-Standorte zu beschreiben. Schade, dass die „Baugruben“ nicht dreidimensional eingearbeitet sind.

Die Hochbahn lud ein, um über die verbliebenen Alternativ-Standorte zu informieren und den Barmbekern die Gelegenheit zum Gespräch zu geben. Das verteilte Protokoll des Bürgerdialogs vom 14.12.2016 zeigt deutlich die Meinung der Barmbeker, auch zu den Varianten Langenfort (siehe Seite 15 des Protokolls).

Hochbahn Veranstaltung am 18.02.2017: Wo ist der Langenfort?

Laut Hochbahn ist die Suche nach dem optimalen Standort der Haltestelle in Barmbek-Nord völlig ergebnisoffen und muss im Planfeststellungsverfahren bewiesen werden. Die Hochbahn wird eine Haltestelle empfehlen, die Entscheidung wird auf politischer Ebene gefällt. Politisch wird allein die Haltestelle Hartzloh-Ost favorisiert. „Hochbahn-Veranstaltung am 18.02.2017: Licht und Schatten“ weiterlesen

Hamburg.de – Hartzloh steht fest und Kostenschätzung liegt vor

UPDATE 15.01.2017: Das Hamburger Abendblatt berichtete am 13.01.2017 darüber, dass Rot-Grün das Tempo bei der U5 Planung erhöhen will – im Westen Hamburgs sollen nur noch drei von bislang sieben Trassen geprüft werden. Interessant ist die dazugehörige Grafik: Für Barmbek-Nord ist eine unbenannte Haltestelle eingezeichnet anstelle des Hartzloh. Die Position liegt auch nicht mehr an der Fuhlsbüttler Straße, sondern etwa bei der Variante Rungestraße – dort ist seit den 60er Jahren bereits eine U-Bahn-Station im Flächennutzungsplan vorgesehen. Als Quelle für die Grafik wird die Hochbahn angegeben. Zum ersten Mal seit einem Jahr wird in der Presse nicht mehr der Hartzloh als „gesetzte“ Station angegeben. Das ist bemerkenswert.

UPDATE 13.01.2017: Das Hamburg Journal berichtete gestern von den U5-Plänen des rot-grünen Senats. Auch in diesem Bericht kein Hinweis auf eine ergebnisoffene Prüfung alternativer Haltestellenlagen in Barmbek-Nord – die eingeblendete Karte zeigt weiterhin die Wunschstrecke des Senats als Stand der Dinge. 

UPDATE 11.01.2017: Das Wochenblatt berichtet heute, dass ab morgen weitere Probebohrungen geplant sind. Da von den fünf noch geprüften Varianten nur die Rümkerstraße eine andere Streckenführung benötigt, dürften entlang dieser Trasse die Bohrstellen liegen. Spannend bleibt die Frage, ob die Hochbahn die Trasse für eine mögliche Station Rümkerstraße wirklich auf dem kürzesten Weg quer durch das Quartier21 Richtung Rübenkamp plant, wie am 14.12.2016 vorgestellt. Nicht, dass sich dort auch noch eine Bürgerinitiative bildet…

Es ist schon bemerkenswert, was man auf der offiziellen Homepage der Stadt Hamburg auf www.hamburg.de/u5/ lesen kann!

Im Gegensatz zu der Haltestellenlage in Steilshoop herrscht in Barmbek-Nord also Klarheit bzgl. der Trassenführung und Haltestellenlagen? Haben wir etwas verpasst?

„Mehr Klarheit gibt es auf dem weiteren Weg der Trasse, die über die Straße Hartzloh und den Rübenkamp in Barmbek-Nord bis zur schon bestehenden U1-Haltestelle Sengelmannstraße führt. Die vorläufige Endstation soll der New-York-Ring in der City Nord sein. Fest steht auch, dass die neue Haltestelle am Rübenkamp mit dem bestehenden S-Bahnhof verbunden wird.“

Interessant auch, dass die Hochbahn nun doch Kostenschätzungen herausgibt – die sollten doch frühestens in einem Jahr vorliegen?

„Die Baukosten für den Teilabschnitt schätzt die Hochbahn auf mindestens 600 Millionen Euro.“

Diese Kostenschätzung existiert nun offiziell, während die Hochbahn diesbezüglich bislang gemauert hat (nach mehreren Anfragen zu dem „voraussichtlichen Kostenrahmen“ der untersuchten Varianten, auf den in der Machbarkeitsuntersuchung verwiesen wird: Antwort der Hochbahn vom 7. November 2016):

„Über die Erstellung eines Kostenvergleichs verschiedener Varianten der U5 Ost wird erst dann entschieden, wenn sich herausstellt, dass die Kosten für einen Variantenvergleich entscheidungserheblich sein können. Ein Kostenrahmen für die Gesamtmaßnahme kann erst dann erstellt werden, wenn feststeht, welche Variante zur Planfeststellung beantragt werden soll. Wie Sie wissen, ist für den Stadtteil Barmbek-Nord die Variantenuntersuchung der Haltestellenlagen noch nicht abgeschlossen.

Daher können wir Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kostenrahmen nennen, da es diesen schlichtweg noch nicht gibt.“

Die Glaubwürdigkeit der Hochbahn ist komplett verlorengegangen.

Neujahrsgruß

Liebe Freunde unseres lebenswerten Hartzloh-Viertels!

Wir wünschen allen einen guten und gesunden Start ins neue Jahr 2017!

Seid guten Mutes, bleibt tapfer wie bisher in Eurem Einsatz für ein lebenswertes Barmbek.

Einen besonderen Neujahrsgruß hat unser Bürgermeister Herr Scholz von einer unserer Mitstreiterinnen bei seinem Neujahrsempfang im Rathaus erhalten.

Sie hat ihm persönlich unseren Neujahrsgruß und gleichzeitig unser Anliegen unterbreitet, gefilmt vom NDR. Mopo und Bildzeitung waren auch anwesend und sind aufmerksam geworden.

Der gestrige Beitrag im Hamburg Journal ist hier nochmal anzuschauen. Ein großes Dankeschön geht an unsere mutige Barmbekerin!

Nächstes BI-Treffen – bitte nicht vergessen! – Donnerstag, 12. Januar, 19 Uhr im Gemeindesaal der Kirche St. Gabriel.