Unser erstes BI Treffen im neuen Jahr

Unser inzwischen 14. BI Treffen war das bisher entspannteste; nicht nur das Ende des Thor Steinar Ladens steht kurz bevor, auch die weitreichende Bedrohung durch eine immer noch nicht nachvollziehbare U5-Planung für unser Viertel hat sich Ende letzten Jahres aufgelöst – fast genau zwei Jahre, nachdem der damalige Hochbahn-Chef Günter Elste die Streckenführung und Haltestellen der U5 als „festgelegt“ ausgerufen hat.

Unter den zwanzig Teilnehmern unseres Treffens herrschte Einigkeit darüber, das der Weg unserer BI hier nicht zu Ende sein darf – vielleicht sogar noch ganz am Anfang steht. Alle wollen sich weiter in und für unseren Stadtteil einsetzen, Ideen wurden vorgestellt, Informationen ausgetauscht und engagiert diskutiert. Gemeinsames Ziel: ein lebenswerter Stadtteil. Gegen 21 Uhr endete unser Treffen, mit einem guten Gefühl gingen alle auseinander.

Unser nächstes Treffen findet nach den Frühjahrsferien am Mittwoch, den 28. März um 19 Uhr im Gemeindesaal statt. Als Gast freuen wir uns auf Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU, der die aktuell laufende Initiative des NABU gegen den Grünflächenfraß vorstellen wird.

Nutzen der U5 in Barmbek-Nord weiterhin fraglich

Beim gestrigen BI Treffen informierten Herr Ernst, Herr Boneß und Herr Hinrichsen von der Hochbahn im bereits vorweihnachtlich dekorierten Gemeindesaal über den aktuellen Planungsstand in Sachen U5 Barmbek Nord. Danke an alle Anwesenden, dass sie die Emotionen nicht hochkochen ließen, so dass ein konstruktiver Dialog möglich war.

Alle Fragen zu den Kriterien und Gründen, die zur Vorentscheidung für den Hartzlohplatz bei der Südvariante geführt haben, sollen erst auf der Infoveranstaltung der Hochbahn am 13. Dezember bekanntgegeben werden. Das von SPD und Grünen und der Hochbahn gesteckte „städtebauliche Ziel“ haben die Hochbahner auch gestern nicht mit Inhalt gefüllt. Schade!

Fest steht: Die Nordvariante ist wesentlich schneller, kürzer und preiswerter. Die Südvariante hängt nur von der Entscheidung ab, ob es einen nur teuer und unbequem zu ermöglichenden Umsteigepunkt von der U5 zur S1 am Rübenkamp geben soll oder nicht. Ohne diese Station ist die Barmbeker Beule sinnlos. Da die errechneten Umsteigezahlen deutlich hinter den erhofften Zahlen zurückbleiben, ist dieses aus unserer Sicht der Fall. Wenn sich die Politik dennoch für diese Variante entscheidet, so halten wir dieses für eine Verschwendung von Steuergeldern und eine Entscheidung aus persönlicher Willkür. Das hat dann nichts mehr mit der Findung einer optimalen Haltestelle für Barmbek-Nord aus verkehrlichen Gesichtspunkten zu tun.

Die Presseinformation der Hochbahn lässt erkennen, dass es sich bei der Variante „Hartzlohplatz“ um eine politische handelt: „Gleichzeitig können die städtebaulichen Ziele mit dieser Haltestellenlage gut erfüllt werden.“ Auf dem Blog der Hochbahn geht man sogar so weit zu schreiben: „Das entscheidende Kriterium: Welche Haltestelle schafft den größten Nutzen für Barmbek-Nord.“ Beides sind unbegründete bezirkspolitische Gründe.

Barmbek-Nord war niemals erklärtes Ziel der U5. Weil der Rübenkamp nur mit der Barmbeker Beule angefahren werden kann, kam überhaupt eine Haltestelle in Barmbek-Nord in Betracht. Wenn unsere Bezirkspolitiker diese nun einfordern, sollen sie bitte auch begründen, warum diese teure Lösung für Barmbek-Nord so wichtig ist. Doch dazu schweigen sie stille. Die Gründe der Politiker sind also nicht für die Ohren der Bürger bestimmt.

Hartzlohplatz wäre nun die einzige Station der U5 von Bramfeld bis zum Hauptbahnhof, deren Sinn für die Anwohner sehr zweifelhaft ist, deren Bau in einer gewachsenen Wohngegend nicht nur die Anwohner stark belastet, sondern auch unwiderruflich wertvollen Baumbestand vernichtet und für die der Denkmalschutz für den Hartzlohplatz zuerst aufgehoben werden muss. Ungeklärt ist bisher, wie die jahrelangen Baustellenverkehre abgewickelt werden sollen, wo die benötigte sehr große Baustelleneinrichtungsfläche entstehen soll, und welcher Oberflächenzustand schließlich erreicht werden soll. Sinnvoll wäre ein Leitsystem, um Ortsfremde von und zu der versteckt gelegenen Station zu führen.

Wir erwarten, dass die geplante Veranstaltung nachvollziehbare Argumente und Antworten auf die vielen offenen Fragen liefern wird. Der Bezirk Nord hat diesmal endlich auch Senatsvertreter zur Anwesenheit aufgefordert!

Wir fordern, dass unsere politischen Vertreter von SPD und Grünen im Bezirk diesmal vor Ort in offizieller Mission anwesend sind. Auf dem Weg zur Helmuth Hübener Schule können sie sich dann gleich ein eigenes Bild von der gewünschten Haltestellenlage in Barmbek-Nord machen. Vielleicht sorgt das bei einigen für einen Aha-Effekt.

Sommerdemo der BI am 17. Juni!

Es ist soweit! Am Samstag, den 17. Juni findet unsere Sommerdemo statt.

Vielen Dank an das Planungsteam für den tollen Einsatz und eure Ideenvielfalt! Bis Samstag gibt es noch viel zu tun, und dann geht es los:

Ab 9.30 Uhr sammeln sich alle Teilnehmer vor dem Wochenmarkt.

Um 10 Uhr geht es los: Großer Umzug durch das Hartzloh-Viertel mit guter Laune, Trommeln und Gesang. Ein Sonnentanz für schönes Wetter ist ausdrücklich erlaubt. 🙂

Gegen 11 Uhr wird der Zug wieder am Wochenmarkt ankommen.

Von 11 bis 13 Uhr findet dort die Abschlusskundgebung statt, mit vielen Informationen, Aktionen unter Beteiligung der Marktleute! Es wird ein buntes und fröhliches und lautes und unvergessliches Sommerfest des Widerstands. Wir geben alles für unser Viertel!

Kommt zahlreich, bringt Kinder, Freunde, Bekannte mit – und auch jeden Menschen, den ihr zufällig trefft – denn unser Stadtteil ist lebenswert!

Dafür gehen wir gemeinsam auf die Straße. Unser Stadtteil muss lebenswert bleiben!

Notizen vom BI Treffen

Gestern waren Herr Ernst, Leiter der Bürgerbeteiligung bei der Hochbahn, und Herr Boneß zu Gast bei unserem neunten BI Treffen.

Was gibt es Neues von Seiten der Hochbahn?

Der Dialog kommt wieder in Gang. Statt erst die Entscheidung für eine Haltestellenlage in Barmbek-Nord abzuwarten, möchte Herr Ernst nun viel früher – möglicherweise noch vor den Sommerferien – wieder in den Stadtteil kommen. Auf dieser Veranstaltung will die Hochbahn eine Tendenz (!) und aktuelle Erkenntnisse mit den Barmbekern diskutieren.

Das ist ein bemerkenswerter Erfolg, denn jetzt besteht erneut Hoffnung, noch vor der eigentlichen Entscheidung positiven Einfluss auf die Planung nehmen zu können.

Dafür gibt es sehr viele Ansatzpunkte, die von vielen BI Mitgliedern deutlich gemacht wurden. Herr Ernst versprach, alle Punkte mitzunehmen. Er betonte, dass es zum Wesen von Planung gehöre, dass sich Planung immer ändern könne. Und dass die Hochbahn laufend auch nach Varianten und Alternativen schaut. Auch der eigentliche Bau und das bauliche Umfeld werden nun angeschaut. Das kann also auch dazu führen, dass bereits abgeschichtete Standorte wieder in den Fokus rücken.

Was weiterhin im Dunkeln bleibt: Gibt es einen politischen Willen, der die Planer einengt? Das ist des Pudels Kern. Allein durch ein solches zugrundeliegendes Ziel wird die ursprüngliche Vorzugsvariante Hartzloh plausibel. Die von der Hochbahn genannten Kriterien hätten alleine zu einer anderen Planung an anderer Stelle geführt.

Die Planungsfortschritte der letzten Monate sollen erst in der kommenden Veranstaltung offenbart werden – die Hochbahn liebt Überraschungen.

Was kann die Hochbahn von unserer Seite mitnehmen?

  • Die Akzeptanz der Bevölkerung wurde hier in keinster Weise erreicht.
  • Das Bauverfahren ist diskussionswürdig.
  • Die Bewertungen und Gewichtungen sind nicht nachvollziehbar.
  • Viele Bäume zu fällen ist keine Option angesichts schlechter Luft.
  • Die Betroffenheit der Anwohner gehört in den Kopf der Planer.
  • Die Planung ist nicht nachvollziehbar.
  • Leben und leben lassen!
  • Wir fordern gleiche Rechte wie Anwohner beim Bau der U4 zur Hafencity.

Herr Ernst betonte die Bedeutung der U5 auf lange Sicht, für nachfolgende Generationen. Man dürfe nicht nur auf die Bauphase schauen. Allerdings musste er einräumen, dass die Hochbahn beim Thema Nachverdichtung und Wohnungsbau lediglich aktuelle Planungen berücksichtigt hat – die zu erwartende Überplanung des gesamten Bereichs jenseits der Rümkerstraße – absehbarer Wohnraum für nachfolgende Generationen – wurde nicht berücksichtigt. Auf lange Sicht verschenktes Potential.

Im Verlauf der u5 im Hamburger Westen hingegen wird bereits über einen Masterplan zum Wohnungsbau in den von der U5 berührten Gebieten nachgedacht, ohne den keine Finanzierung aus dem GVFG möglich wäre.

Wir bedanken uns bei Herrn Ernst und Herrn Boneß für das Gespräch.

Wie wichtig nehmen die Politiker die Sorgen der Menschen?

Im weiteren Verlauf des BI Treffens wurde über die verschiedenen Unterstützungsgesuche an die Politik und die erfolgten Rückmeldungen informiert.

Seit April 2017 wurden von verschiedenen BI Mitgliedern diverse Schreiben an unseren Bürgermeister Olaf Scholz, Politiker und Behörden geschrieben. Es gab eine Rückmeldung von Herrn Kahrs, leider nur mit guten Wünschen. Dankeschön.

Das zum Neujahrsempfang persönlich an Herrn Scholz übergebene Schreiben wurde damals immerhin zur Beantwortung an die Hochbahn weitergeleitet. Wo ist der hanseatische Geist geblieben?

Kein gutes Zeichen, zumal im Wahljahr 2017.

Wir sind gespannt, ob unsere eingereichte Petition für Reaktionen sorgt. Dürfen von städtischer Planung betroffene und teilweise real bedrohte Bürger in der schönsten Stadt der Welt nicht deutlich mehr von ihren politischen Vertretern erwarten? Doch! Viel mehr!

 

Unser nächstes BI Treffen findet diesmal an einem Dienstag statt, dem 11. Juli 2017, wie immer um 19 Uhr im Gemeindesaal von St. Gabriel.

 

BI Treffen am 8. Juni mit Vertretern der Hochbahn

Herr Ernst von der Hochbahn hat heute Herrn Lundius zugesagt, zusammen mit Herrn Boneß morgen zu unserem BI Treffen zu kommen.

Schön, dass sich so unerwartet diese Gesprächsmöglichkeit ergibt. Wichtig ist, dass es ein konstruktiver Abend wird, der in Folge auch eine erhellende Wirkung auf den planerischen Bereich der Hochbahn hat. Die „Spielwiese“ der bisherigen Bürgerbeteiligung wurde augenscheinlich bei den Entscheidungsträgern nicht ernst genommen – das muss sich ändern. Dafür setzen wir uns ein.

Die ursprünglich mit der Hochbahn abgesprochene Auseinandersetzung mit den Unstimmigkeiten in der Bewertung der möglichen Standorte muss leider auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, aber es gibt ja genug Gesprächsstoff und Informationsbedarf.

Wir sehen uns Morgen!

BI Treffen am 08.06.2017 um 19 Uhr im Gemeindesaal von St. Gabriel

Unser BI Treffen am 27.04.2017
Fazit: Liebe Hochbahn, liebe Politiker – So nicht!

Es war wieder ein sehr spannender und produktiver Abend mit mehr als 40 BarmbekerInnen, die sich für unseren lebenswerten Stadtteil stark machen!

Vielen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz!

An diesem Abend haben wir viele neue Projekte beschlossen, die wir nun in die Tat umsetzen werden. Freut Euch auf spannende Monate im Einsatz für unseren Kiez! 🙂

„Unser BI Treffen am 27.04.2017
Fazit: Liebe Hochbahn, liebe Politiker – So nicht!“
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Zusammenfassung: BI-Treffen am 27.10.2016

27.10.2016, 19 Uhr, Gemeindesaal der Kirche St. Gabriel – bei unserem zweiten Treffen der Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh war der Saal gut gefüllt. Mehr als 40 Barmbek-Freunde waren gekommen, um für unseren Stadtteil Gesicht zu zeigen. Das ist ein Erfolg!

Ein Konsens war schnell gefunden. Der Hamburger Osten wird es nicht hinnehmen, dass über die Köpfe der Bürger hinweg ein Großprojekt durchgezogen wird, das so nicht gewollt ist. 

 

„Zusammenfassung: BI-Treffen am 27.10.2016“ weiterlesen