Das Schweigen im Walde

Wir haben jetzt Ende Mai 2017.

Was haben wir, betroffene BürgerInnen im Hartzloh-Viertel, in den letzten Monaten (seit Mitte Februar 2017!) von der Hochbahn und den behördlich und politisch Projektverantwortlichen vernommen?

Nichts oder nichtssagende Aussagen („zum jetzigen Zeitpunkt der Planung können wir noch nichts sagen“ ….)

Welche Fragen wurden seit Mitte Februar 2017 von der Hochbahn und den behördlich und politisch Projektverantwortlichen beantwortet?

Keine!

Was bedeutet für die Hochbahn und die behördlich und politisch Projektverantwortlichen „Bürgerbeteiligung“?

Schweigen!

Damit müssen wir leben, wir werden dieses aber garantiert nicht hinnehmen!

 

Offener Brief
Bürgerbeteiligung trägt Früchte, nun herrscht Schweigen?

Sehr geehrter Herr Scholz, sehr geehrter Herr Falk, sehr geehrter Herr Rieckhof,

die Bürger erwarten bei der Planung der U5 eine Prüfung wirklicher Alternativen. Viele Vorschläge wurden im Rahmen der Bürgerbeteiligung und über den Rahmen hinaus erarbeitet. Der Wille einer Berücksichtigung in der Planung ist nicht erkennbar, die aktuelle Situation erinnert an das berühmte „Aussitzen“. Haben Sie so viel Angst vor dem gesunden Menschenverstand Ihrer Bürger, dass Sie jetzt nur noch schweigen können?

Die Festlegung auf das gewählte Bauverfahren war voreilig, die als Begründung genannten Kostenvorteile beruhen auf Schätzungen (bis heute ohne Grundlage!), ein Vergleich mit erprobten Bauverfahren wie z.B. Twin-Level (Barcelona) fehlt.

Der willkürliche Ausschluss sinnvoller Haltestellenlagen in Barmbek-Nord (Beispiel: Langenfort) ist nicht vermittelbar und stellt das gesamte statistische Bewertungsverfahren in Frage!

Was ist mit anderen denkbaren Optionen? Nachvollziehbare Stellungnahmen zu ernstzunehmenden Alternativvorschlägen von BürgerInnen aus dem Hartzloh-Viertel stehen nach wie vor aus.

Angesichts der teilweise existenzbedrohenden Planung der U5 beteiligen sich die Bürger, engagiert und frühzeitig, so wie es vom Senat befürwortet wird. Anstatt dieses Engagement zu schätzen und Synergieeffekte für eine bessere Planung zu nutzen, werden kritische Informationen zurückgehalten, Alternativlosigkeit suggeriert und Risiken verharmlosend dargestellt. Nun Schweigen.

Warum?

Mit freundlichen Grüßen
Claudia und Robert Lindenau

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.