Genug ist genug!

Stadtentwicklung und planerische Umsetzung im Bezirk-Nord

Es gibt Grenzen, die überschritten werden.

Nach der desaströsen Planung und Umsetzung von Stadtentwicklungsprojekten im Bezirk-Nord ist mit der Planung der U5 durch unseren Stadtteil definitiv eine Grenze überschritten worden. Wir Bürger werden dieses Vorgehen nicht tatenlos hinnehmen.

Freibad Ohlsdorf

Über die Stadtgrenzen hinaus ist es bekannt geworden, dass das letzte wirklich große zentrumsnahe Freibad dem Wohnungsbau zum Opfer fiel. Selbst das als Trostpflaster versprochene Cabrio-Dach ist längst Geschichte!

Pergolenviertel

Planungen gehen vorbei an Umweltaspekten, orientieren sich allein an den Interessen der Investoren.

Dieselstraßenland

Wohnungsbau wird deutlich über eine nachhaltige, menschen- und umweltorientierte Stadtentwicklung gestellt, und das in einem Stadtteil mit nachweislich höchster Schadstoffbelastung durch Autoverkehr an der Habichtstraße.

Gleisdreieck Alsterdorf

2.800 Bäume werden unter politischer Führung eines Rot-/Grünen Senats gefällt mit erheblichen Konsequenzen für Natur und Mikroklima in der Stadt. Wo lebt jetzt der Habicht? Zitat aus der Artenschutzprüfung Pergolenviertel:

„Für den Habicht gehen durch die Planung großflächig horstnahe Nahrungsflächen verloren. Der Brutplatz der Art im Gleisdreieck ist durch die dortige Planung, nicht jedoch durch das vorliegende Planverfahren betroffen. (…) Für den Habicht als Nahrungsgast ist wie auch für alle weiteren das Gebiet nutzenden Nahrungsgäste daher keine Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich.

Im Gutachten zum Biotopbestand im Gleisdreick fand der Habicht nur eine kurze Erwähnung, aber keine weitere Beachtung. Die laut diesem Gutachten als „besonders wertvoll“ einzustufende Waldfläche musste zügig entfernt werden. Als Trostpflaster sollte ein 10m breiter Baumstreifen um das Gleisdreieck erhalten bleiben – leider nur für wenige Monate. Jetzt bewahrheitet sich die rechtzeitige Warnung eines Landschaftsplaners, dass die Kernrodung eines Waldes die Randbäume schädigt und somit instabil macht. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, oder nicht? Wir trauern nun um weitere 476 Bäume. Die gesetzlich vorgeschriebene Neupflanzung auf Ersatzflächen (zum Großteil außerhalb des Hamburger Stadtgebiets in Tensfeld) kann nur teilweise stattfinden, weil keine ausreichend großen Flächen vorhanden sind!

Nachverdichtungspläne in Barmbek

Es wird behördlich und verkehrlich immer argumentiert: „Barmbek zählt zu den am dichtesten besiedelten Stadtteilen Hamburgs!“

Warum werden ausgerechnet hier Nachverdichtungspläne forciert? Ist der Stadtteil so lukrativ für Investoren, dass man hier das große Geld wittert und die wenigen Grünflächen, die den Anwohnern bleiben, immer weiter zubaut?

Es gibt Grenzen, die überschritten werden.

Wir werden nicht tatenlos zusehen.

Wir unterstützen die Bürgerinitiative Dieselstraßenland, die sich schon lange für ein lebenswertes Barmbek-Nord einsetzt!

Vielen Dank an all jene, die sich auf unterschiedlichste und selbstlose Weise für eine lebenswerte Umwelt einsetzen!

Update 12.12.2016: Damit keine Missverständnisse aufkommen: Selbstverständlich wird auch im übrigen Stadtgebiet dafür gesorgt das wirtschaftliche Belange deutlicher gewürdigt werden. Die Pappelallee gegenüber von Övelgönne, die immer einen reizvollen Kontrapunkt zu dem Containermeer im Hafen gesetzt hat – soll durch eine lange Kaimauer ersetzt werden. Das hat zwar erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen, erhöht aber die Umschlagkapazitäten des Containerterminals. Ja, wenn das so ist…

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