Herzlich Willkommen bei der Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh

Wir setzen uns für den Erhalt unseres Stadtteils ein und möchten verhindern, dass der Bau der U5 ihn nachhaltig zerstört. Die U5 soll direkt unter unserer Kirche Sankt Gabriel hindurch in den Hartzloh münden. Dort soll zwischen Bürgerhaus und Fuhle in 20 Meter Tiefe eine U-Bahn-Station entstehen. Diese soll in offener (!) Bauweise errichtet werden. Die Fläche auf unserem Wochenmarkt und dem neuen Spielplatz ist als Baustellen-Einrichtungsfläche vorgesehen.

Auf die Schutzgüter Mensch und Umwelt wird hier im Hamburger Osten keine Rücksicht genommen – das ist nicht hinnehmbar!

Wir haben hier ein Fleckchen Erde und ein Miteinander, für das es sich zu kämpfen lohnt!

Machen Sie mit! Kommen Sie zu unserem nächsten BI-Treffen im Gemeindesaal von Sankt Gabriel am 27.10.2016 um 19.00 Uhr!

 

5 Gedanken zu „Herzlich Willkommen bei der Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh“

  1. Es könnte Alles so schön sein: Eine U-Bahn in der Nähe, die uns endlich direkt in die Stadt bringt, aber Pustekuchen: Sie fährt leider in die falsche Richtung: Zur Sengelmann-Straße! Trotzdem soll in Barmbek-Nord eine Haltestelle gebaut werden – in die vermutlch kleinste und engste Straße im Stadtteil mit zudem noch wenigen alten, erhaltenswürdigen Einfamilienhäuschen, einem ebenso alten Baumbestand sowie zwei Kindergärten in schöner, ruhiger und verkehrsarmer Lage (ideal für Kinder!) Dabei gibt es doch Standorte hinter der Kirche, die von deutlich mehr Menschen, darunter von VIELEN Älteren, z. T. mobilitätseingeschränkten (Senioren aus der Rungestraße und dem nahe gelegenen Altenheim in der Schmachthäger Straße sowie sehr vielen Anwohnerrinnen frequentiert werden würden). Alternativen: Langenfort/Otto-Speckter- oder Steilshooper Straße: Schülerinnen/Schüler des MargaretheRotheGymnas. sowie 2 Standorte der Helmut Hübner Stadt-teilschule sowie viele im Umfeld Wohnende (Mieter/innen und Eigentümer/innen und weiter zum Barmbeker Bahnhof bzw. in einer größeren Schleife zurück zur von der Hochbahn angedachten „Rückführung“ zur Höhe Hebrandtstraße. Oder, wenn das zu kompliziert ist, dann die Alternative Nr. 2: Hartzloh (Wochnmarkt): Führung der Gleise: Unter dem Spielplatz+Einkaufsmöglichkeiten z. B. bei REWE und auf dem Wochenmarkt, dem Buch_ und Bioladen sowie Verzehrmöglichkeiten.

  2. Ich wohne seit 16 Jahren in der Lorichsstraße und liebe unsere Idylle.
    Mit Entsetzen erfuhr ich zufällig von der U5. Ich bin begeistert, wie viele aktiv sein wollen, um unsere Straße zu retten.
    Leider sind seit heute Morgen alle Schilder von den Bäumen verschwunden. Aber ich habe die Hoffnung, dass die Schilder nicht für immer verschwunden bleiben.

  3. Einmal ganz abgesehen davon, daß die Hochbahn nichts Geringeres plant, als den Lebensraum einer ganzen Straße über Jahre nachhaltig zu zerstören und die Häuser praktisch unbewohnbar zu machen; auch abgesehen davon, daß das grundgesetzlich geschützte Recht auf Unversehrtheit des Eigentums mit Füßen getreten wird: was ist, wenn (beispielsweise) ein Notarzt in die Straße gerufen wird? Der hat nach den Plänen des HVV keine Chance, sich auch nur einem Haus in der Hartzloh zu nähern. Nicht nur, daß durch Lärm, Erschütterungen und Staub die seelische und körperliche Gesundheit der Menschen gefährdet wird, auch die medizinische Notversorgung ist, da muß man sich nichts vormachen, überhaupt nicht mehr gewährleistet. Man kann keine U-Bahn-Trasse unter eine kleine, schmale Wohnstrasse bauen! Um das zu erkennen, braucht man kein professioneller Verkehrsplaner zu sein, das sagt einem der gesunde Menschenverstand.
    Da entrüstet sich die westliche Zivilgesellschaft darüber, daß in Rio de Janeiro Menschen ihre Häuser verlassen mussten, um den Bauten für die Olympischen Spiele Platz zu machen, daß Tausende ihres Lebensraumes beraubt wurden zugunsten eines Entertainment-Events von wenigen Tagen. Was hier in unserem Hamburg geplant wird und wie hier mit den Bürgern umgegangen wird, ist demgegenüber nur ein gradueller, aber kein qualitativer Unterschied. Wenn dann der HVV auch noch von „Bürgerdialog“ spricht, so empfehle ich den Verantwortlichen die Lektüre von Habermas: Wenn ein Vorhaben vor vornherein gemachte Sache ist, ist das Wort „Dialog“ von einem Zynismus, der sich gewaschen hat. Selbst in dem Wort „Informationsveranstaltung“ schwingt die Gnade einer allmächtigen Instanz gegenüber dessen Opfern mit: „ihr könnt sowieso nichts dagegen machen, aber wir sind trotzdem so großzügig, euch zu sagen, was euch blüht“. Das erinnert mich schon sehr an an das Orwellsche „Neusprech“, eine Horrorvision der Zukunft, die offenkundig längst Gegenwart geworden ist.

  4. Auch ich bin eine Befürworterin der Bürgerinitiative. Es darf nicht sein, dass über unsere Köpfe hinweg ein solches Vorhaben auf Kosten von Mensch, Natur und Tier durchgesetzt wird. Diese Straße ist liebens- und lebenswert. Es lohnt sich aktiv zu werden und die Initiative zu unterstützen. Gemeinsam. Hand in Hand. Also kommt mit, seid dabei und sagt „JA“ zum „NEIN DER U5 im Hartzloh“!

  5. Gerade nimmt die Untersuchung des Einsturzes des Kölner-Stadtarchivs fahrt auf. Es scheint durch Bagger- und Betonfehler eine Lücke in der Schlitzwand entstanden zu sein, durch die in wenigen Minuten (!) 5000 Kubikmeter Erde in die Baugrube geflossen sind. Da dreht sich mir der Magen um. Unsere Häuser im Hartzloh stehen ca 1.5 m neben der geplanten Schlitzwand. Wie lange kann es dauern, bis beim Auspumpen der Gube bemerkt wird, daß diese nicht dicht ist und daher der Grundwasserspiegel sinkt bzw. die Fundamente bereits abfließen?
    Sicher gab es in Köln auch ein „erstklassiges Qualitätsmanagement“. Nur war das leider nicht da, als der Pfusch veranstaltet wurde.
    Wegen drohender Verjährung hat die Staatsanwaltschaft über hundert Verdächtige ermittelt. Hohe Chefs sind nicht darunter.
    Quellen:
    http://www.ksta.de/koeln/koelner-stadtarchiv-baupfusch-fuehrte-zum-einsturz—staatsanwaltschaft-prueft-anklage-26882014
    http://www.ksta.de/koeln/koelner-stadtarchiv-die-fehlerkette–die-zur-katastrophe-gefuehrt-haben-soll-25654982
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/koeln-stadtarchiv-wegen-fehler-beim-u-bahn-bau-eingestuerzt-a-1147224.html

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