U5-Bürgerbeteiligung in Barmbek-Nord – Hochbahn auf dem falschen Gleis

Eine frühzeitige Beteiligung der BürgerInnen bei Großprojekten ist im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen verankert. Zum ersten Bauabschnitt des geplanten Großprojekt U5 in Hamburg nahm die zuständige Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) wie folgt Stellung:

[…] Zu den jeweils aufeinander aufbauenden Stufen der technischen Planung wird analog eine aufeinander aufbauende Prozessarchitektur zur Bürgerbeteiligung hinzugefügt. Dazu zählen neben der Verwaltung und der Politik auf Bezirks- und Landesebene insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende, Verbände, Vereine, Initiativen und (un)mittelbar positiv wie negativ Betroffene. Mittels frühzeitiger, transparenter, umfassender und niedrigschwelliger Information über Pläne und Vorhaben soll ein breites Verständnis über die Notwendigkeit der barrierefreien U-Bahn-Netzerweiterung erzielt werden. […] Die Beteiligung bewegt sich im Rahmen der Mitwirkung und Mitgestaltung. Die Entscheidung über das Ob eines Bauvorhabens liegt jedoch bei der Hamburger Bürgerschaft und dem Senat. Transparenz, eine klare Information über den Verlauf des Beteiligungsprozesses sowie eine stete Rückmeldung über die Realisierungschancen der Vorschläge aus der Bevölkerung helfen zudem, unnötige Enttäuschungen der beteiligten Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden. […]

Die Bezirksversammlung hat den Antrag „Bürgerbeteiligung bei Nahverkehrsplanungen sicherstellen!“ einstimmig beschlossen (Drucksache 20-2544 vom 22.01.2016).

Am 19.09.2016 fand der erste Bürgerdialog der Hochbahn in Barmbek-Nord zum Thema Haltestellen U5 Hartzloh und U5 Rübenkamp statt. An diesem Tag wurde seitens der Hochbahn davon ausgegangen, dass es keine weitere Infoveranstaltung in Barmbek-Nord geben wird, bevor im ersten Quartal 2017 die fertig geplante Haltestelle Hartzloh präsentiert wird.

Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt…

Wir Barmbeker lassen es uns nicht im Traum einfallen, unsere „Rücken“ für das Testen unerprobter Kostensparideen und individualpolitischer Planungswünsche zur Verfügung zu stellen. Schon gar nicht angesichts eines milliardenschweren Jahrhundertprojekts!

Dort, wo die Hochbahn ihre Planung bereits abgeschlossen dachte, fangen wir erst an: Bereits auf der ersten Veranstaltung gab es nicht nur heftigen Gegenwind für die Hochbahn-Pläne, sondern konstruktive Verbesserungsvorschläge die den vorgegebenen Rahmen sprengten.

Kritisches Hinterfragen und Infragestellen von angeblich einzig möglichen Planungsdetails, beharrliches Nachhaken und Widerlegen von Aussagen führte dazu, dass im Dezember und im Februar weitere Informationsveranstaltungen der Hochbahn durchgeführt wurden.

Inzwischen ist die Hochbahn zu ihrer anfänglich „erfolgreichen“ Strategie des Informations-Embargos zurückgekehrt – bis zur endgültigen Entscheidung für eine Haltestelle in Barmbek-Nord ist die Beteiligung der Bürger ausgesetzt. Das kennen wir schon. Die aktuelle Kommunikationsstrategie der Hochbahn, die Barmbeker als geistig unterbelichtete und uninformierte Unruhestifter oder als NIMBYs darzustellen, unterschreitet jedes Niveau dieser Auseinandersetzung. Es wird auf die Hochbahn zurückfallen.

Aber es spornt uns weiter an, uns noch stärker für eine sinnvolle und humane Planung der U5 einzusetzen. Dieser vom grünen Tisch aus geplante Wahnsinn muss beendet werden.

Hochbahn-Sicht der Bürgerbeteiligung:
unterbelichtet
Hochbahn-Sicht der Bürgerbeteiligung:
uninformiert
Hochbahn-Sicht der Bürgerbeteiligung:
Unruhestifter

Unser BI Treffen am 27.04.2017
Fazit: Liebe Hochbahn, liebe Politiker – So nicht!

Es war wieder ein sehr spannender und produktiver Abend mit mehr als 40 BarmbekerInnen, die sich für unseren lebenswerten Stadtteil stark machen!

Vielen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz!

An diesem Abend haben wir viele neue Projekte beschlossen, die wir nun in die Tat umsetzen werden. Freut Euch auf spannende Monate im Einsatz für unseren Kiez! 🙂

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U5: Warum Widerstand?

EIN KONZEPT FÜR DEN AUSBAU DES ÖFFENTLICHEN NAHVERKEHRS IST ÜBERFÄLLIG !

Seit Beginn der Ölkrise Anfang der Siebziger Jahre stagniert der Ausbau des ÖPNV in Hamburg. Es gibt nach wie vor keinen Generalplan, jede Regierung möchte eigene Ideen verwirklichen, die Ideen der Vorgänger stehen nicht zur Diskussion. Aktuell wird vom Senat der Bau einer neuen U-Bahn-Linie U5 geplant, die zum Ziel hat die Buslinien 5+6 links und rechts der Alster zu entlasten, sowie Bramfeld und Steilshoop den lange versprochenen Schnellbahnanschluss zu bescheren. Außerdem soll der Hamburger Westen bis zum Osdorfer Born erschlossen werden, dort wird aktuell nach der besseren Strecke gesucht. Alle diese Ziele sollen durch den Bau einer etwa 30km langen U5 erreicht werden. Die Bauzeit wird etwa 20 Jahre betragen, die Gesamtkosten dürften mindestens 5 Milliarden Euro betragen.

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BI gegen Thor Steinar

Die Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh unterstützt ausdrücklich die einstimmige Resolution des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg-Hohenfelde vom 20.3.2017 gegen den neuen Treffpunkt der rechten Szene in Barmbek.

Auch die BI sieht in Läden wie der Filiale der sogenannten „Nordic Company 1999“ in der Fuhlsbüttler Straße 257 einen Bezugspunkt der Neo-Nazi-Szene, der dazu beiträgt ein menschenverachtendes und antiliberales Weltbild zu verbreiten.

Daher unterstützt die BI den friedlichen Protest gegen jegliches rechtsradikales Gedankengut und fordert die Politik zu Maßnahmen zur Schließung dieses sogenannten Bekleidungsgeschäftes auf.

Eine ökonomische Alternative die erhebliche Kosteneinsparungen und minimale Oberflächenstörungen bietet.

Was sollen wir Bürger seit dem ersten Bürgerdialog lernen und verstehen?

Es gibt nur die offene Bauweise! Alles andere sei technisch nicht möglich etc.

Warum? Keine Alternative? Doch! Schauen wir dochmal nach Barcelona, Twin-Level-Tunnel heißt die Lösung:

Liebe Hochbahn und alle Interessierten, schaut euch mal diesen Artikel an.

Barmbek-Nord von oben, oder: Der gesunde Menschenverstand spricht – Teil 1

Barmbek von oben (1): „Abschichtung“ Langenfort

Der gesunde Menschenverstand ist oft sehr hilfreich, wenn es um die Beurteilung von Projekten geht und die Überlegung, was zu tun ist. Auch bei der Betrachtung der bisherigen Planung der Trassierung und Haltestellenlagen der U5 hilft er ungemein weiter, der Blick „von oben“ auf das Projekt.

Man sieht sofort: Eine „Abschichtung“ der Stationen Langenfort ist nicht zu rechtfertigen, auch nicht mit den schönsten Statistiken. „Barmbek-Nord von oben, oder: Der gesunde Menschenverstand spricht – Teil 1“ weiterlesen

Hochbahn-Veranstaltung am 18.02.2017: Licht und Schatten

Update 24.02.2017: Links  hinzugefügt, Text präzisiert.
Update 21.02.2017: Zwei Bilder hinzugefügt, Text präzisiert.

Hochbahn Veranstaltung am 18.02.2017: Ein eigens angefertigtes stadtplanerisches Modell soll den Bürgern helfen, die Vor- und Nachteile der fünf noch in der Prüfung befindlichen Haltestellen-Standorte zu beschreiben. Schade, dass die „Baugruben“ nicht dreidimensional eingearbeitet sind.

Die Hochbahn lud ein, um über die verbliebenen Alternativ-Standorte zu informieren und den Barmbekern die Gelegenheit zum Gespräch zu geben. Das verteilte Protokoll des Bürgerdialogs vom 14.12.2016 zeigt deutlich die Meinung der Barmbeker, auch zu den Varianten Langenfort (siehe Seite 15 des Protokolls).

Hochbahn Veranstaltung am 18.02.2017: Wo ist der Langenfort?

Laut Hochbahn ist die Suche nach dem optimalen Standort der Haltestelle in Barmbek-Nord völlig ergebnisoffen und muss im Planfeststellungsverfahren bewiesen werden. Die Hochbahn wird eine Haltestelle empfehlen, die Entscheidung wird auf politischer Ebene gefällt. Politisch wird allein die Haltestelle Hartzloh-Ost favorisiert. „Hochbahn-Veranstaltung am 18.02.2017: Licht und Schatten“ weiterlesen