„Wir sind die Hochbahn – was wir ankündigen, machen wir auch.“

Mit diesen Worten wird Hochbahn-Chef Henrik Falk heute zitiert.

Artikel in der WELT vom 20.06.2017

Lieber Herr Falk, auch wenn Sie jetzt vielleicht lachen: Das werden wir zu verhindern wissen.

Leider nicht im Rahmen der sogenannten „Bürgerbeteiligung“, denn der dabei von der Hochbahn vorgegebene Rahmen und die zugrundeliegende Denkweise sehen kein Infragestellen der grundsätzlichen Planung vor – hier wird eine große Chance vertan. Durch die viel zu späte Information über die Planung können Bedenken und Vorschläge zur Verbesserung nicht mehr berücksichtigt werden, ohne den Zeitplan zu gefährden. So wird der Grundgedanke des Beteiligungsverfahrens schon zu Beginn abgelehnt und mit großem Aufwand eine Beschäftigungsveranstaltung nach der anderen für die Bürger organisiert, um derweil in Ruhe die Vorentwurfsplanung zu beenden.

Herr Falk: Diese Form der Bürgerbeteiligung als „Paradebeispiel“ zu bezeichnen, ist zynisch. Eine falsche Planung wird nicht dadurch besser, dass man sich unerwünschten Argumenten verschließt. Diese falsche Grundhaltung wird sich rächen, und am Ende des Tages werden Sie dafür verantwortlich sein. Das wird auch schmerzhaft für die vielen tausend Hamburger, die darauf vertrauen, dass die Hochbahn – dass Sie – mit der U5 ein Jahrhundertprojekt umsetzen wollen.

Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Planung, damit es nicht am Ende heißen muss: Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.

Resistance is not futile!

Ein Gedanke zu „„Wir sind die Hochbahn – was wir ankündigen, machen wir auch.““

  1. Einfach nur traurig 😢
    Habe über Jahre die Hochbahn selbst supported und grundlegend für gut geheißen. Auch die Ideen zum jetzigen Netzausbau U4/U5 sind/waren von mir. Ich habe dafür keine Würdigung oder Beachtung erhalten. Auf Briefe meinerseits wurde mit einem breiten Lächeln reagiert, getreu dem Motto, was wollen Sie denn bitte? Sie haben selbst schuld daran!
    Ich fürchet das mit dem hämischen Lachen, kommt der Hochbahn noch schwer zu stehen, zumal der Falk auch kein Hamburger ist, sondern zugezogen aus Berlin. Elste und Sieg waren da feinsinniger! Aber jetzt? Ich befürworte die U-Bahn ausdrücklich und halte es auch für das beste innerstädtische Massenverkehrsmittel (derzeit). Allerdings schließe ich die jetzige Hochbahn-Variante über Hartzloh davon aus, sie war auch nie so vorgesehen! Ursprünglich war diese im Schildvortrieb direkt von Sengelmann nach Steilshoop/Bramfeld , ohne Rübenkamp und Hartzloh angedacht.
    Es tut mir aufrichtig leid, das die Anwohner so von der Hochbahn gescholten werden! Das ist ganz schlecht für eine breitere Akzeptanz der U-Bahn in Hamburg!

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