Zusammenfassung: BI-Treffen am 27.10.2016

27.10.2016, 19 Uhr, Gemeindesaal der Kirche St. Gabriel – bei unserem zweiten Treffen der Bürgerinitiative für einen lebenswerten Hartzloh war der Saal gut gefüllt. Mehr als 40 Barmbek-Freunde waren gekommen, um für unseren Stadtteil Gesicht zu zeigen. Das ist ein Erfolg!

Ein Konsens war schnell gefunden. Der Hamburger Osten wird es nicht hinnehmen, dass über die Köpfe der Bürger hinweg ein Großprojekt durchgezogen wird, das so nicht gewollt ist. 

 

  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass die U5 – sofern sie in Barmbek nicht zu verhindern ist – dort oberflächen- und anwohnerschonend gebaut wird, wo sie nicht so dicht an die Wohnbebauung heranreicht wie im Hartzloh.
  • Man kann und wird keine U-Bahn-Trasse unter eine kleine, schmale Wohnstraße bauen!
  • Die Gesundheit der Menschen – die Gesundheit unserer Kinder – geht vor!
  • Wir werden nicht akzeptieren, dass Kostenminimierung vor der Gesundheit der Menschen und der Erhaltung eines lebenswerten Quartiers steht!
  • Wir werden nicht akzeptieren, dass Bürgerbeteiligung nur bedeutet, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, was die Trassenführung und Haltestellenlagen angeht.
  • Wir werden nicht akzeptieren, dass der Busverkehr Richtung Innenstadt zu Lasten einer U-Bahn-Linie, die in die City Nord fährt, ausgedünnt wird.

Machen Sie mit! Kommen Sie zu unserem nächsten Treffen. Sagen Sie es anderen weiter. Mund-zu-Mund-Propaganda ist wichtig!

Schreiben Sie an die Verantwortlichen – haben Sie keine Angst, etwas falsch zu machen.

6 Gedanken zu „Zusammenfassung: BI-Treffen am 27.10.2016“

  1. „Ein Konsens war schnell gefunden. Der Hamburger Osten wird es nicht hinnehmen, dass über die Köpfe der Bürger hinweg ein Großprojekt durchgezogen wird, das so nicht gewollt ist. “

    Das muss ja eine riesige Versammlung gewesen sein. Oder fühlen sich 40-50 Leute bemächtigt, für mehrere 100’000 im Osten Hamburgs lebende Mitbürger zu sprechen?

    Das würde dann ja auch in die Kategorie „Über die Köpfe hinweg entscheiden“ fallen oder sehe ich das ganz falsch?

    1. Sie haben recht, die Formulierung ist etwas salopp. Sie bezieht sich auf unsere Kritik, dass Senat, BWVI und Hochbahn der Meinung sind, im Hamburger Osten könne man die U5 in offener Bauweise herstellen wie damals in den Siebzigern. Die teurere, oberflächen- und anwohnerschonende Bauweise soll den reicheren Stadtteilen im weiteren Verlauf der U5 vorbehalten bleiben.

      Was ist besser? Wenn 40-50 Leute „über die Köpfe hinweg entscheiden“ wollen, dass in Wohngebieten maximal oberflächenschonende Bauverfahren zum Einsatz kommen sollen, oder wenn ein paar Entscheider aus Senat, BWVI und Hochbahn „über die Köpfe hinweg entscheiden“, dass in bestimmten Gegenden eine Kostenreduzierung deutlich über die Schutzgüter Mensch und Umwelt gestellt werden darf?

      Wir sind nicht gegen den Bau der U5. Wir sind gegen die hier geplante Umsetzung und fordern deutliche Nachbesserungen!

      1. Ein Tunnelbau mittels Tunnelbohrmaschine ist mitunter das oberflächen- und anwohnerschonendste Verfahren, das zur Verfügung steht. Dies ist für die Strecke vom Gleisdreieck bis Bramfeld vorgesehen. Dass da, wo die Fahrgäste später mal zu den Bahnsteigen kommen sollen, ein Loch notwendig ist, sollte einleuchten.

        Ich bin gespannt auf die Machbarkeitsstudie U5 Mitte und die Baumaßnahmen zur Bevorzugung der reichen Stadtteile. Die Löcher für die Haltestellen werden wohl auch da nötig sein..

        Sie können sich ja dafür einsetzen, dass die U5 von Steilshoop bis Rübenkamp durchfährt..?

        1. Es geht hier nicht um den Tunnelbau im Schildvortrieb, sondern um den Bau der Kompletten Station – nicht nur der Eingänge – in offener Bauweise.

          Ich empfehle Ihnen zunächst die Lektüre der Machbarkeitsuntersuchung U5 Ost, dort den Abschnitt 3.2.

          Was wollen Sie eigentlich erreichen? Warum sind Sie dagegen, dass auch bei den Haltestellen anwohnerschonend gebaut wird?

          1. Ich habe die Machbarkeitsstudie gelesen.

            Der Tunnelvortrieb mittels Schildmaschine ist anwohner- und oberflächenschonend.
            Die Varianten in der MBU unterscheiden sich darin, ob für die Haltestelle eine große oder zwei kleine Baugruben erforderlich sind. Bei der Herstellung der Zugänge mittels zwei Baugruben und Herstellung der Verbindung unter Vereisung dürfte sich die Bauzeit m.E. zumindest nicht verkürzen, so dass zwischen großer Baugrube mit „kleiner“ Bauzeit und kleineren Baugruben mit „größerer“ Bauzeit abzuwägen ist.

            Ohne Beeinträchtigung vor Ort lässt sich keine Haltestelle erstellen..

          2. @ HH-Ossi: Da Sie als IT-Dienstleister für die Hochbahn arbeiten, sind Sie fachlich sicher recht kompetent. Wenn Sie aber veranschlagte vier Jahre als „kleine Bauzeit“ einstufen, sehen dass die betroffenen Anwohner eventuell anders. Ich schlage vor, dass wir diese Diskussion ab hier privat und mit Realname per e-mail fortsetzen.

            Sollten sich im weiteren Dialog interessante Erkenntnisse ergeben, werde ich sie gerne hier veröffentlichen.

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